„Jesus Christ Superstar“ Drucken
Samstag, 21. März 2009 um 07:09

Schussenrieder Realschüler der Klassen 9 besuchen Rockoper im Theater Ulm
Am vergangenen Dienstag besuchten alle „Neuner“ der Jakob-Emele-Realschule in Bad Schussenried das Theater Ulm.

Mit 83 Schülern und den Musik-, Religions-, und Deutschlehrern Udo Jeske, Miriam Reiser, Sabrina Pizzica und Sabine Jacob ging es zum „fächerübergreifenden Lernen“ und zur Vorstellung ins Große Haus.
„Jesus Christ Superstar“, die seit langem in Ulm ausverkaufte Rock-Oper von Andrew Lloyd Webber, stand als einmalige Schülervorstellung auf dem Programm. Eine lange, über zwei Stunden dauernde Vorstellung in Englisch forderte inhaltlich und sprachlich die Konzentration der Schüler – wie gut, dass es deutsche Übertitel in Ulm gibt!
Der Inszenierung von Werner Pichler gelang es, mit einem schlichten, aber imposantes Bühnenbild und ständig wechselnden Spiel-Ebenen die jungen Leute zu fesseln. Die 14-köpfige Band mit Gordian Teupke schaffte es auch bei den Jugendlichen, mit der E-Gitarrenmusik der 70er Jahre Eindruck zu hinterlassen und manch einer staunte über die rasanten Taktwechsel unten im Orchestergraben.
Henrik Wagner und Frank Felicetti als Jesus und Judas brachten mit ihrer hervorragenden Leistung in Spiel und Gesang  die Schüler in der Pause zu anerkennenden Worten: „Krass - erst als das Mikro vom Judas mal kurz ausfiel, glaubte ich, dass der wirklich so singen kann und es nicht Playback war!“

 

Begeisterten Applaus bekamen am Ende nicht nur die Hauptdarsteller, sondern auch die Wachen des Pilatus oder die Tanzgruppe des Ulmer Theaters, die den frenetischen Beifall so vieler Schüler sichtlich genossen.  
Nach der Vorstellung ging es für die Schussenrieder Schüler unter der Führung von Theaterpädagogin Nele Neitzke und Team „backstage“. Unmittelbar nach der Vorstellung die Bühne von „Jesus Christ“ samt Technik von hinten bestaunen zu dürfen, hatte einen eigenen Reiz. Ebenso interessant wie die vielen Berufe, die man am Theater lernen kann, waren natürlich die Geheimgänge der Intendanz und das Geheimnis um das Theaterblut.
Insgesamt möchte man den Theaterbesuch der Neuner gerne zur Tradition werden lassen, denn alle waren sich einig: „Wenn so ein hervorragendes Theater in unmittelbarer Nähe der Schule solche Möglichkeiten bietet, sollte das wirklich jeder Schüler in seinem Schulleben einmal erlebt haben!“
Bericht zum Ulmer Theaterbesuch am 11.3.2009/S.Jacob